FOTOMANIKER – Das Foto-Journal für alle

2021.12.20

Eins vorweg: Ich wollten schon länge mal einen Artikel über Fotozeitschriften machen. Also nicht über meine eigenen Fotos oder Fotoprojekte, die ich gerade am Laufen habe. Sondern mal aus meiner Sicht den Zeitschriften-Markt betrachten. Ich hatte weder für das eine noch für das andere Zeit. Home Office ist echte Selbstausbeutung. Man kann eben nicht sagen, dass morgen auch noch ein Tag ist und einfach nach Hause gehen. Man ist ja schon zu Hause. An meinem letzten Arbeitstag bin ich nach Hause geflogen und hab mich abends um Halbelf vor dem Rechner gesetzt um wirklich alles zu erledigen was noch übrig geblieben ist. Ich wollte keinen Ballast mit in die Ferien nehmen. Das hat dann auch bis frühmorgens um drei gedauert.

…endlich wieder schreiben

Zurück zu den Fotozeitschriften – Seit Jahren kaufe ich alle möglichen Zeitschriften. Ich mochte das M Magazin, was leider eingestellt wurden. Die LFI ist eine Gute-alte-Zeit – Zeitschrift. Auch wenn sie seit geraumer Zeit versucht mit zu viel Elend die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten. Die Fotos sind technisch schlecht und zeigen zu wenig das heutige Leica-Potenzial. Da würde selbst ich mich fragen, wozu eine Leica M für ca. 8000,- €. Ich mag die Profifoto weil sie diese Ein-Themen-Rubrik haben. Gepaart mit ca. vier zugehörigen Fragen, an etwa ein halbes duzend verschiedenster Fotografen, Galeristen oder Fotoschaffenden stellen. Ich mag auch die digit! weil sie sich eher um die technischen Dinge der Fotografie kümmert. Genau so wie ich die Photo Klassik mag, weil ich meine Leica M7 und die Silbersalz35-Filme liebe. Nicht zu vergessen das Berliner Fotomagazin Bennpunkt mit seiner grossartigen Beiträgen zu Galerien, Vernissagen und Foto-Künstlern.

Aber machen wir uns nichts vor. Was allen Zeitschriften gemein ist, ist der zunehmende Mangel an Inspiration und die Trostlosigkeit der kommerziellen Verführung. Es geht nur noch um das schnellste Objektiv, die neuste Kamera, oder den besten Sensor. Das besondere wird zugunsten des Mainstreams geopfert.

…und dann gibt’s da noch den FOTOMANIKER.

…endlich ohne Werbung

Gemessen an den vorher erwähnten Platzhirschen in Sachen Auflagen und Budgets gerade zu ein Winzling. Komplett ohne Werbung und Gadgets. Kompetent und aufgeräumt. In meinen Augen geradezu angenehm entschleunigend. Und das Beste ist: Ich lese nichts über Video-Funktionen. Dieses Magazin ist komplett frei von “Verkaufen wollen”. Hier geht es nur um die Fotografie und ihre Fotografen. Wie hoch der Anspruch bei der Gestaltung ist wird sofort ersichtlich wenn man sich mal eine Ausgabe anschaut. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Alles ist hervorragend gesetzt. Die Zusammenstellung der Bilder ist durchdacht und die Artikel sind interessant. Super finde ich auch, dass es auch Interviews mit Hobby-Fotografen gibt. Über ihre Vergangenheit, den aktuellen Projekten und auch deren Erfahrungen zu bestimmten Themen. Es gibt ein Team aus Redakteuren, die sehr auf die inhaltliche Qualität des Magazins achten. Und das alles in ihrer Freizeit und unentgeltlich. Weil Leidenschaft und Spass dahinter stecken.

…und vor allem zum Mitmachen

Und als wenn das noch nicht genug wäre. Jeder kann bei dieser Zeitschrift mitmachen. Wer ein interessantes Thema hat, das eine Plattform sucht und entsprechend präsentiert werden möchte, der sollte sich auf jeden Fall and die FOTOMANIKER-Redaktion wenden.

Der FOTOMANIKER erscheint ausschliesslich digital und jeder der Interesse daran hat, kann sämtliche der letzten zwölf Ausgaben kostenlos als PDF-Datei herunterladen.

Übrigens sind die beiden Fotos hier von Hartmut Gräfenhahn. Einer der beiden Initiatoren des FOTOMANIKERS.


https://fotomaniker.de/fotomaniker-12/

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  1. Harald, super. Dein Beitrag trifft für mich den Nagel auf den Kopf. Und genau darüber haben wir beim letzten Treffen genauso gesprochen. Fast dreieinhalb Stunden war das Meeting, bei dem wir Dich vermisst haben.
    Gruß Wolfgang

    1. Hallo Wolfgang, …vielen herzlichen Dank für deinen Kommentar. Zum Zeitpunkt des Treffens steckte ich in ca 30’000 ft Höhe fest. Internet im Flieger setzt sich leider erst ganz langsam durch. Beim nächsten Mal bin ich auf jeden Fall wieder dabei.
      Viele Grüsse, Harald